Herbert Hirche und sein Braun HM1 von 1956

Der 1910 in Görlitz geborene Herbert Hirche studierte nach seiner Tischlerlehre am Bauhaus in Dessau bei Wassily Kandinsky und Ludwig Mies van der Rohe. Er arbeitet im Anschluss neben Egon Eiermann auch für Mies van der Rohe und für die Braun AG. Er war Professor in Berlin-Weißensee und Stuttgart.

1956 entwarf er diesen Musikschrank HM1. Im designorientierten Unternehmen der Familie Braun zählte gerade dieser Entwurf als wegweisend und zukunftsorientiert. Große Namen konnte die Braun AG für sich begeistern, darunter ein weiterer Bauhäusler, Wilhelm Wagenfeld aber auch Hans Gugelot, Dieter Rams, Fritz Eichler, Otl Aicher und Gert Alfred Müller, um nur einige zu nennen.

Ich empfinde das Tonmöbel als eines der ausgewogensten und harmonischsten Entwürfe. Mich begeistert gerade die Art, Flächen aufzuteilen und damit Formen zu beschreiben. Jeder Millimeter des Möbels ist gut durchdacht. Damit meine ich nicht nur seine Funktionalität. Unser HM1 ist ein frühes Exemplar, in Rüster/Ulme furniert.

Der von Wilhelm Wagenfeld gestaltete Plattenspieler mit ungewöhnlichem grauen Wahlhebel, der Dreipunkt-Plattenaufnahme und der vereinfachten Geschwindigkeitsauswahl. Bekannt wird der Plattenspieler vor allem in seinem Einsatz im bekannten „Schneewittchensarg“ SK4 bis SK5 und als Tischgerät.

Frisch restauriert und voll funktionstüchtig steht er hier und wartet auf ein neues Zuhause.

 

 

 

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